literaturherbst.

20 Okt

Glücksbringer zu sein hat neben dem guten Gefühl auch andere Vorteile- wie eine Karte für den Literaturherbst. Heute abend durfte ich einem wunderbaren irischen Akzent lauschen,der zu Claire Keegan gehört. Sie schreibt Kurzgeschichten und hat aus „Walk the blue fields“ vorgelesen. Eine Geschichte über einen jungen Priester, in der es um verpasste Gelegenheiten, das Schicksal und die Einsamkeit geht. Es klingt trauriger als es ist, weil über all dem Hoffnung steht.

Keegan ist ein sympathischer Mensch. Sie nimmt sich als Autorin nicht zu wichtig und sagt erfrischend ehrlich,dass sie sich über das Schreiben an sich und was sie damit aussagen möchte, keine großen Gedanken macht. Die Literaturwissenschaft möchte ja gerne hinter jedem Satz ein immenses Netzwerk aus Intentionen wissen. Deshalb tut es gut, von einer Autorin selbst zu hören, was man in so manchem Seminar selbst denkt: dass es beim Schreiben auch einfach um Vorstellungskraft und das Gefühl dafür geht und nicht bloß um Hypotaxe und Hermeneutik. Danke dafür! Und für den unwiderstehlichen Akzent.

Eine Antwort to “literaturherbst.”

  1. Caro Oktober 21, 2008 um 16:29 #

    absolut passend und treffend beschrieben

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